HeTTV FahneAn­dre­as Hain an Spit­ze ge­wählt / In Pohl­heim-Hau­sen neue Sat­zung ver­ab­schie­det / Den­nis Er­be im Vor­stand -  Aus­dau­er war ge­fragt beim Ver­bands­tag des hes­si­schen Tisch­ten­nis-Ver­ban­des (HTTV) in Pohl­heim-Hau­sen. Fast sechs­ein­halb Stun­den dau­er­te die al­le drei Jah­re fäl­li­ge Sit­zung. Ne­ben der üb­li­chen Neu­wahl des Vor­stan­des galt es dies­mal al­ler­dings auch, die neue Sat­zung des Ver­ban­des zu be­spre­chen und zu ver­ab­schie­den.

Et­wa acht Jah­re Ar­beit ste­cken in dem neu­en „Grund­ge­setz“ des HTTV. Stark da­ran be­tei­ligt war der „Vi­ze­prä­si­dent Fi­nan­zen“, Pe­ter Metz­ger aus Lang­göns. Bei der Dis­kuss­ion über die Sat­zung be­ein­druck­te, wie ge­nau sich ein­zel­ne De­le­gier­te mit dem sper­ri­gen Re­gel­werk aus­ein­an­der­ge­setzt ha­ben. Dies führ­te da­zu, dass noch ei­ni­ge Ein­zel­hei­ten ge­än­dert wur­den, ehe die neue Sat­zung mit 94 Ja- ge­gen fünf Neins­tim­men an­ge­nom­men wur­de. Die Wah­len be­gan­nen mit der Ver­ga­be des Prä­si­den­ten­am­tes.

Seit dem Aus­schei­den des Al­ten-Bus­eckers Dr. Nor­bert Eng­lisch im Jahr 2016 lei­tet An­dre­as Hain kom­mis­sa­risch den Ver­band. Der 51-Jäh­ri­ge aus Bad Dürk­heim wur­de mit 78 zu 15 Stim­men bei sechs Ent­hal­tun­gen in ge­hei­mer Ab­stim­mung zum Prä­si­den­ten des HTTV ge­wählt. Zu der nicht ganz un­ge­teil­ten Zu­stim­mung sag­te er auf hes­sisch: „Die Ge­ches­tim­me pas­se zu mir. Des is wie in meim nor­ma­le Lew­we.“ Meist ein­stim­mig wur­den die wei­te­ren Äm­ter ver­ge­ben. So auch das des „Vi­ze­prä­si­den­ten Öf­fent­lich­keits­ar­beit“. Die­ses war durch den Tod von Nor­bert Freu­den­ber­ger lan­ge nicht be­setzt, be­vor es Den­nis Er­be (TSV Lüt­zel­lin­den) im De­zem­ber 2017 kom­mis­sa­risch über­nom­men hat­te und nun ge­wählt wur­de.

Ver­ein­zel­te Ge­gen­stim­men gab es haupt­säch­lich bei Amts­trä­gern, die als Schieds­rich­ter tä­tig sind. Die­se er­hiel­ten Trost vom neu­en Prä­si­den­ten: „Schieds­rich­ter be­kom­men im­mer Ge­gen­stim­men.“ Ei­ne Aus­nah­me von die­ser Re­gel bil­de­te Chris­ti­an Kno­che (Bei­sit­zer im Schieds­richt­er­aus­schuss), der des­halb von An­dre­as Hain scherz­haft er­mahnt wur­de: „Chris­ti­an, du musst noch an dei­ner Per­for­man­ce am Tisch ar­bei­ten.“

Ne­ben den be­kann­ten Ta­ges­ord­nungs­punk­ten für ei­nen Ver­bands­tag gab es auch noch ei­nen aus­führ­li­chen Vor­trag von Jo­chen Lang, dem Ge­schäfts­füh­rer der „my­Tisch­ten­nis GmbH“. Die In­ter­net­sei­te „my­Tisch­ten­nis.de“ dürf­te vor al­lem je­nen Ak­ti­ven ein Be­griff sein, die sich ein­ge­hen­der mit ih­rer Leis­tungs­zahl, dem Q-TTR-Wert, be­fas­sen. Lang lo­cker­te sei­ne Prä­sen­ta­ti­on mit ei­ni­gen An­ek­do­ten aus dem Kun­den­ser­vi­ce sei­nes Un­ter­neh­mens auf und gab als Ziel­set­zung aus, ein ge­mein­sa­mes Por­tal für Tisch­ten­nis in Deutsch­land zu schaf­fen. Es ge­lang ihm so­gar an­nä­hernd, bei ei­ner sechs Punk­te um­fas­sen­den Nach­fra­ge aus dem Ple­num nicht den Über­blick zu ver­lie­ren.

Ein fes­ter Be­stand­teil des Ver­bands­ta­ges sind die Eh­run­gen. Aus­ge­zeich­net wur­den ne­ben vie­len an­de­ren Pe­ter Metz­ger und Mar­kus Rei­ter (lang­jäh­ri­ger Trai­ner des NSC Wat­zen­born-Stein­berg). Bei­de er­hiel­ten die Ver­dienst­na­del des Lan­des­sport­bunds. Ing­rid Hoos (Vi­ze­prä­si­den­tin Sport) und Hei­ner Spin­de­ler (Res­sort­lei­ter Er­wachs­enen­sport) wur­de die „Sil­ber­ne Eh­ren­na­del“ des deut­schen Tisch­ten­nis-Bun­des (DTTB) durch des­sen Prä­si­den­ten Mi­cha­el Gei­ger ver­lie­hen. Gei­ger hat­te zu­vor in sei­nem Gruß­wort den HTTV da­für ge­lobt, dass er nicht nur ver­wal­te, son­dern sich Zie­le set­ze. Da­bei ver­tei­dig­te er auch die auf drei Jah­re be­fri­ste­te Ge­büh­ren­er­hö­hung durch den HTTV. „Ich fin­de es gut, dass man be­reit ist, in den ge­mein­sa­men Sport zu in­ves­tie­ren“, so Gei­ger.

Et­was kri­ti­scher sa­hen dies die Kas­sen­prü­fer Günt­her Weil und Vol­ker Koch. Sie merk­ten an, dass die zu­sätz­li­chen Gel­der nach drei Jah­ren aus­rei­chen soll­ten, um die ge­steck­ten Zie­le zu er­rei­chen. Ei­nen klei­nen Sei­ten­hieb ver­teil­te auch DTTB-Prä­si­dent Mi­cha­el Gei­ger. Er lob­te An­dre­as Hain und be­zeich­ne­te ihn als „en­ga­giert und krea­tiv“, füg­te aber mit ei­nem Au­gen­zwin­kern hin­zu „auch, wenn er nicht im­mer der Di­plom­atisch­ste ist“. Gei­ger hielt sein Gruß­wort sehr sou­ve­rän, ob­wohl er auf ein Mi­kro­fon ver­zich­te. Das funk­tio­nier­te erst rich­tig, als sich die NSCle­rin­nen Sil­ke Hirz und Ul­ri­ke Ley­rer da­rum ge­küm­mert hat­ten. Über­haupt tru­gen die Mit­glie­der des Wat­zen­born-Stein­ber­ger Ver­eins ein­mal mehr zum Ge­lin­gen der Ver­an­stal­tung bei. Das ist um­so be­mer­kens­wer­ter, da der Club zu­gleich die hes­si­schen Jahr­gangs­meis­ter­schaf­ten aus­rich­te­te.

Den Kreis Gie­ßen ver­tra­ten als De­le­gier­te Jür­gen Adams, Nor­bert Theiß, Wolf­gang Orth, Ewald Kü­per, Jost-Eck­hard Arm­brecht und Mar­tin Keizl. Sie ge­hör­ten zu all je­nen im Haus­ener Bürg­er­haus, die auf die Schluss­kon­fe­renz des letz­ten Spiel­tags der Fuß­ball-Bun­des­li­ga ver­zich­ten muss­ten.

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