Mittelhessen darf sich auf einen Tischtennis-Leckerbissen freuen. Wenn die TSF Heuchelheim am 17. und 18. Juni die Deutschen Tischtennis- Mannschaftsmeisterschaften im Behindertensport (DMM) ausrichten, stellt das mit Sicherheit eines der größten Sportereignisse des Jahres im Gießener Raum dar. Sechs Jahre nach den Deutschen Para-Meisterschaften im Einzel haben die rührigen Macher der TSF sich damit ein zweites Mal ein ganz großes Turnier, das in der Sporthalle am Schwimmbad ausgetragen wird, gesichert.

Und diese Veranstaltung dürfte nicht nur für Tischtennis- Fans absoluten Spitzensport bieten, sondern auch alle anderen Zuschauer begeistern. Schließlich treten mehrere der weltbesten Spielerinnen und Spieler an. Der Eintritt ist übrigens an beiden Tagen kostenlos. Zu den Titelkämpfen haben sich 16 Mannschaften aus ganz Deutschland angekündigt, die Liste der Vereine ist überaus namhaft und reicht von Borussia Düsseldorf bis hin zur Mannschaft der veranstaltenden TSF Heuchelheim. Für die- Gastgeber wird dabei Ausnahmespieler Jochen Wollmert, der mit drei Paralympicssiegen im Einzel der erfolgreichste Para-Spieler aller Zeiten ist, antreten.

Für die Heuchelheimer wird übrigens in der kommenden Saison dann auch Nationalspielerin Juliane Wolf aktiv werden. Die TSF gaben diesen spektakulären Wechsel dieser Tage bekannt. Wie der Stand der Vorbereitungen ausssieht, warum sich ein Besuch für alle Sportinteressierten lohnt und was die Höhepunkte des Turniers sein werden, erklärt TSF--Abteilungsleiterin Christine Lenke im Interview.

Christine, wie groß ist der Aufwand für den Verein, ein solches Turnier zu veranstalten?

Die Organisation versuchen wir mit einem Kernteam aus dem Tischtennis-Vorstand zu stemmen. Für Aufbau, Turnierbetreuung, Catering und Abbau werden dann aber 20 bis 30 TSF-Mitglieder aktiv. Nennen Sie doch mal ein paar Beispiele, was der Verein dafür leisten muss? Wir bekommen beispielsweise vom Verband komplett neues Material vom Ausrüster geliefert. Das muss natürlich alles ausgepackt und aufgebaut werden. Wir werden 16 Tische stellen und eine sehr professionelle Turnierausstattung haben. Und anfangs haben wir die anreisenden Vereine auch mit Tipps für Unterkünfte im heimischen Raum versorgt. Dann wollen wir eine möglichst schöne Willkommensatmosphäre schaffen und werden ein tolles Catering den Sportlern und Zuschauern anbieten. Zur Eröffnung werden auch Tanzgruppen auftreten. All das muss natürlich organisiert werden.

Sie sind als Diplom-Geographin beruflich auch stark eingespannt. Können Sie abschätzen, wie viele Stunden Sie für die Organisation aufbringen müssen?

Puh, nein, das kann ich wirklich gar nicht sagen. Es sind auf jeden Fall sehr, sehr viele Stunden.

Worauf dürfen sich die Zuschauer an den beiden Tagen besonders freuen?

Nun, hier starten die 16 besten Mannschaften im Para- Tischtennis aus ganz Deutschland. Da ist hochkarätiger Sport garantiert. Mein persönlicher Highlight ist natürlich der Auftritt unserer Mannschaft mit Jochen Wollmert, dem besten Para-Spieler aller Zeiten. Der war zuletzt noch bei einem Weltranglistenturnier in Mexiko am Start, wo er die Silbermedaille gewonnen hat. Nach 33 Jahren wird Jochen jetzt im Alter von 57 seine internationale Karriere beenden. Er ist einfach unglaublich gut. Trotz versteifter Füße und Hände beherrscht Jochen mit seiner fantastischen Rückhand die Tischtennis-Welt. Ihn muss man einfach mal spielen gesehen haben. Das wird eine wahnsinnig tolle Sache. Wie viele Zuschauer erhofft sich der Verein? Wir hoffen auf viele Menschen, die sich dieses außergewöhnliche Sportevent anschauen möchten. Vor sechs Jahren bei den Einzelmeisterschaften waren wir überrascht und hocherfreut, wieviele Zuschauer teils spontan in die Halle gekommen sind und dann auch begeistert waren von dem Spitzensport, der dort geboten wurde. So soll es gerne auch diesmal sein.

 

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