Der Gießener SV III, wie von ihm erhofft und von anderen befürchtet, ist als Aufsteiger furios in die neue Tischtennis-Verbandsliga-Saison gestartet. Er hatte sich gleich zwei Derbys auf das erste Wochenende gelegt und ging aus beiden siegreich hervor. Entsprechend begann die neue Saison für die TSF Heuchelheim und den Post-SV Gießen mit Niederlagen.

Gießener SV III - TSF Heuchelheim 9:1: »Wir waren ohne unsere Nummer eins ersatzgeschwächt, so gab es gegen einen stark aufgestellten GSV, der so ein heißer Aufstiegsanwärter ist, nicht viel zu holen, außer vielleicht ein oder zwei mehr Punkte«, hakte Jannik Schaaf die Niederlage seiner TSF schnell ab. Der GSV hatte drei Akteure mit Regionalligaerfahrung an der Platte, dazu mit Lukas Rimkus einen 18-jährigen Littauer, »den wir gerne weiter oben eingesetzt hätten, aber er hat in Deutschland keine Ranglistenpunkte«, wie Jürgen Boldt anmerkte. Luis Frettlöh/Jürgen Boldt siegten gegen Fabian Lenke/Oliver Buckolt in drei Sätzen, Christian Löffler/Timo Geier mussten in einem spannenden Match gegen Michel Weiss/Tom Aeberhard über die volle Distanz (7:11, 11:9, 12:10, 12:14, 12:10), während Lukas Rimkus/Tobias Steinbrenner mit Jannik Schaaf/Christian Bauer deutlich weniger Mühe hatten (3:0). Mit Viersatzerfolgen bauten Frettlöh gegen Lenke, Löffler gegen Weiss und Geier gegen Schaaf die Führung aus, dann sorgte Aeberhard mit seinem Fünfsatzerfolg gegen Boldt für den Ehrenpunkt der Gäste. Rimkus mit seinem 3:1 gegen Buckolt und Steinbrenner mit seinem Dreisatzsieg gegen Bauer stellten die Weichen endgültig auf Sieg. Mit dem 3:2 von Frettlöh im Spitzeneinzel gegen Weiss fand das Derby noch ein spannendes Ende. »Wir sind als Favorit in die Partie gegangen und entsprechend mit dem Verlauf zufrieden«, freute sich Boldt über einen gelungenen Saisonauftakt.

Post-SV Gießen - Gießener SV III 6:9: »Wir haben in den Doppeln experimentiert und das ging nach hinten los«, kommentierte Jürgen Boldt den Matchauftakt des zweiten Derbys, bei dem für die Hausherren Alec Metsch/Jannik Bäumler gegen Christian Löffler/Timo Geier (3:1) und Tim Birkenhauer/Arvid Volkmann gegen Luis Frettlöh/Lukas Rimkus die Oberhand behielten, ehe Cyrill Menner/Jürgen Boldt gegen Marco Morsch/Jessika Andraczek (3:0) für die Gäste die Oberhand behielten. Metsch baute mit seinem 3:0 gegen Löffler die Führung noch aus, ehe Frettlöh gegen den Ex-GSVler Birkenhauer (3:0) mit zwei Sätzen in der Verlängerung gewann und damit die Wende einleitete. Bäumler unterlag Geier trotz 2:0-Satzführung, Volkmann gegen Menner und Morsch gegen Rimkus unterlagen jeweils in vier Sätzen. Die Fünfsatzniederlage von Andraczek gegen Boldt bedeutete das 3:6 aus Sicht des Post-SV nach dem ersten Einzeldurchgang. Im Spitzeneinzel behielt Metsch gegen Frettlöh in fünf Sätzen die Oberhand und Birkenhauer mit seinem 3:1 gegen Löffler brachte die Hausherren auf einen Zähler heran. Dann musste Bäumler gegen Menner seine zweite Fünfsatzniederlage quittieren. Volkmann mit seinem 3:0 gegen Geier machte es noch einmal spannend, aber für Morsch gegen Boldt und Andraczek gegen Rimkus setzte es dann glatte Dreisatzniederlagen. »Wir haben gegen den Topfavoriten mit einer höheren Niederlage gerechnet, entsprechend sind wir mit dem Saisonauftakt zufrieden. Wir haben uns gut verkauft, mit etwas mehr Glück wäre ein Punktgewinn sogar drin gewesen«, konnte Jannik Bäumler gut mit der Niederlage leben. Aufseiten der Gäste war auch Jürgen Boldt zufrieden: »Es war ein tolles, faires Derby mit einigen engen Matches, der PSV hat eine starke Nummer eins. Ich glaube, es ist das erste Mal, dass wir mit denen in einer Liga spielen.«

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