

Michael Fuchs, Regionalliga-Akteur des Gießener SV, nahm das erste Mal im Verlauf seiner Tischtennis-Laufbahn überhaupt an Deutschen Meisterschaften teil. Das ist an sich schon erwähnenswert, führt aber noch zu einem sensationellen Nachschlag zu den Deutschen Meisterschaften (Damen und Herren, Jugend in den Altersklassen U15 und U19, Seniorinnen und Senioren von der 40er-Klasse bis zu den Über-90-Jährigen sowie Leistungsklassen). Diese fanden am Wochenende in Erfurt statt.
Denn bei seiner Premiere holte sich Fuchs im Doppel gleich auch noch die Bronzemedaille. Damit stand seit den 1970ern/1980ern (Hans-Jürgen Hackenberg und Heiner Lammers) erstmals wieder ein Spieler des heimischen Tischtennis-Kreises bei den Herren/Erwachsenen auf dem DM-Treppchen.
Schon im Einzel kann sich die Bilanz von Fuchs sehen lassen: Gegen den Ex-Nationalspieler Torben Wosik (SC Staig) war er drauf und dran, eine Sensation zu schaffen. Nach einer 2:0-Führung für den Newcomer setzten sich jedoch „Erfahrung und Qualität“ des Altinternationalen durch. Auch gegen Pelz (Mainz 05) lag Fuchs mit 2:1 vorn, zog mit zweimal 8:11 aber dennoch den Kürzeren. Kurios am Rande: Alle Begegnungen dieser Gruppe endeten 3:2/2:3.
Das Doppel mit Timo Freund (VfR Fehlheim) sollte dann zur Sternstunde für Fuchs werden. „Noch nie hatte ich mit einem Linkshänder Doppel gespielt“, ging Fuchs mit gemischten Gefühlen in diese Konkurrenz. Dank guter Rollenaufteilung aktiv/passiv gingen Freund/Fuchs gegen Hippler/Oehme (ASC Grünwettersbach/TTC OE Bad Homburg) 2:0 in Führung, kassierten dann aber unglücklich mit 11:13 und 13:15 den Ausgleich. Gegen das Sicherheitsspiel der Gegner setzte sich das hessische Duo dann aber doch mit 11:9 durch. Robben/Longhino bedeuteten dann im Kampf um den Sprung in die Medaillenränge mit 11:6 und zweimal 11:8 keine allzu große Hürde. Die stellte sich dann natürlich im Halbfinale mit den Nationalspielern Patrick Franziska/Ricardo Walther (Saarbrücken/Grünwettersbach) auf und war nicht zu überspringen. Mit Bronze hatte Fuchs aber mehr als erwartet erreicht. (Archivbild von Harald Friedrich)






