von Andreas Dort & Uwe Weichsel
SWTTV Herren-Oberliga Gruppe 1
Gießener SV nach zwei Siegen noch Dritter
Watzenborn/Stbg. schlägt Felsberg
Post SV Mühlhausen 2 - Gießener SV 5:9
Am Samstag schafften es die Gießener, mit einer Bravourleistung vor
zahlreichem und stimmungsvoll trommelnden Zuschauern, den Gastgebern die
Meisterschaft zunächst aus den Händen zu nehmen. "Mein Team konnte im
Gegensatz zu den Mühlhausenern locker aufspielen, denn es ging um fast
nichts mehr und das zahlte sich aus. Es waren zwar aufgrund des Krachs und
der Enge wegen dem Parallel-Spiel der Mühlhausener Oberligadamen etwas
schwierige Bedingungen, aber wir hatten gerade deswegen auch viel Spaß"
meinte Jürgen Boldt. Mit sage und schreibe 4:0 konnten die Gießener in
Führung gehen, doch hier war auch das Glück auf Gießener Seite
verantwortlich. Klaren Doppelerfolgen vom Maruk/Peschke und Boldt/Lammers
standen glückliche Siege von Schäfer/Reuter (gegen das Mühlhausener
Spitzendoppel) und Harald Peschke (gegen den Mühlhausener Spitzenspieler
Merrbach) gegenüber. Die Führung blieb bis zum Ende unangetastet, denn auf
weniger als zwei Punkte konnten die Gastgeber nicht mehr aufschließen.
Zweimal Jürgen Boldt, Dominik Reuter, Igor Maruk sowie Hans-Jürgen Lammers
sorgten für die benötigten Zähler, während diesmal nur Ingo Schäfer ganz
knapp ohne Einzelerfolg blieb.
Stenogramm:
Merrbach/Albrecht - Schäfer/Reuter 2:3
Stefanski/Bitter - Maruk/Peschke 1:3
Schmidt/Gundlach - Boldt/Lammers 0:3
Merrbach - Peschke 2:3
Stefanski - Maruk 3:2
Albrecht - Boldt 0:3
Schmidt -Schäfer 3:0
Gundlach - Reuter 1:3
Bitter - Lammers 3:1
Merrbach - Maruk 1:3
Stefanski - Peschke 3:1
Albrecht - Schäfer 3:2
Schmidt - Boldt 2:3
Gundlach - Lammers 1:3
Post SV Zeulenroda - NSC Watzenborn-Steinberg 7:9
Eine gelungene Revanche für die Heimniederlage mit gleichem Resultat gelang
dem NSC in Thüringen. Ein Erfolg, an den es beim Stande von 4:7 niemand
mehr geglaubt hatte, doch als das erst 13-jährige Riesentalent des
Post-Teams gegen NSC-Mannschaftsführer Thomas Schmidt unterlegen war, und
anschließend Michael Weimer in einem Fünfsatz-Krimi für den Anschlusspunkt
sorgte, ließen die Gastgeber nach und kamen nicht einmal mehr in die Nähe
eines weiteren Zählers. Torsten Weber, Andreas Schmalz und Harnisch/Berg
gegen das superstarke Spitzendoppel Hanl/Wasik machten den umjubelten
Überraschungserfolg perfekt. Eine Führung nach den Eingangsdoppeln durch
Harnisch/Berg und Weimer/Schmalz war Gold wert, denn im vorderen Paarkreuz
war an diesem Tag für Stefan Harnisch und Sascha Berg kein Pfifferling zu
gewinnen. In der Mitte war das Glück zunächst gleichmäßig verteilt. Weimer
verlor im fünften mit 9:11 während Schmidt gleichzeitig mit 11:9 im Fünften
siegreich war. Andreas Schmalz konnte zum 4:4 ausgleichen, gewann dabei
seinen ersten Satz mit 11:0, um den zweiten kurioserweise zu verlieren.
Stenogramm:
Hanl/Wasik - Schmidt/Weber 3:1
Tran Le/Zablowski - Harnisch/Berg 0:3
Schiefner/Schiefner - Weimer/Schmalz 1:3
Hanl - Berg 3:1
Wasik - Harnisch 3:0
Tran Le - Weimer 3:2
Schiefner - Schmidt 2:3
Zablowski - Schmalz 1:3
Schiefner - Weber 3:2
Hanl - Harnisch 3:2
Wasik - Berg 3:0
Tran Le - Schmidt 1:3
Schiefner - Weimer 2:3
Zablowski - Weber 0:3
Schiefner - Schmalz 0:3
Hanl/Wasik - Harnisch/Berg 1:3
NSC Watzenborn-Steinberg - TSV Eintr. Felsberg 2 9:4
Dass der NSC noch so entscheidend in den Kampf um die Meisterschaft
eingreifen würde, hätte vor dem letzten Spieltag niemand mehr gedacht, doch
zeigte sich erneut die Ausgeglichenheit einer Oberliga-Serie, in der fast
jeder gegen jeden gewinnen konnte. Am Samstag verlor Mühlhausen
vermeintlich durch die Niederlage gegen den GSV den Titel an Felsberg, am
Sonntag besiegte der NSC überraschend just diese Felsberger und machte
wieder Mühlhausen zum Meister. Erwartungsgemäß verlief der Doppelauftakt
hier gewannen nur Berg/Harnisch und als auch Stefan Harnisch sein erstes
Einzel knapp verlor, schien die Begegnung ihren erwarteten Gang zu nehmen.
Ein Klassespiel lieferte jedoch Sascha Berg gegen den etwas übermotivierten
Felsberger Spitzenspieler Klaus Scherb, der sich als langjähriger
Zweiligaspieler nicht damit abfinden wollte, auch in der Oberliga auf
Gegner zu treffen, die ihm Paroli und mehr als das bieten können. So gewann
Berg und der NSC durch Siege von Schmidt, Weimer und Weber gleich vier
Einzel in Folge, wobei Torsten Weber seinen Gegner scheinbar klar in der
Tasche hatte, aber sowohl im ersten und zweiten, als auch im fünften Satz
dicke Führungen wieder aus der Hand gab. Doch hatte er zumindest in der
Verlängerung des Entscheidungssatzes das bessere Ende auf seiner Seite. Es
folgte eine Niederlage für Andreas Schmalz, doch eine erneute 4:0-Serie für
den NSC durch Harnisch, Berg, Schmidt und Weimer machten diese mehr als
wett und eine erfreuliche Überraschung zum Saisonende perfekt.
Stenogramm:
Harnisch/Berg - Gerth/Kuhn 3:1
Schmidt/Weber - Scherb/Heimel 0:3
Weimer/Schmalz - Zimmermann/Jung 1:3
Harnisch - Heimel 2:3
Berg - Scherb 3:1
Schmidt - Kuhn 3:1
Weimer - Gerth 3:2
Weber - Jung 3:2
Schmalz - Zimmermann 1:3
Harnisch - Scherb 3:1
Berg - Heimel 3:1
Schmidt - Gerth 3:1
Weimer - Kuhn 3:0
Gießener SV - ESV Jahn Kassel II 9:1
Bei den Gästen fehlte der Spitzenspieler und auch die Nummer vier, die in
der ersten Mannschaft in der zweiten Bundesliga aushelfen mussten. Dadurch
waren die Kasselaner von Beginn an hoffnungslos unterlegen gegen ein
Gießener Team in Bestbesetzung. Mit dem letzten Saisonsieg sicherte sich
der GSV jedoch aufgrund des besseren Spielverhältnisses den dritten
Tabellenplatz vor Mittelbuchen, der laut Mannschaftsführer Jürgen Boldt
durchaus noch wichtig für den Aufstieg in die
Regionalliga sein kann, da Vizemeister Felsberg definitiv nicht aufsteigen
will und auch Meister Mühlhausen eventuell verzichtet. Gewohnt starke
GSV-Doppel sorgten sofort für klare Verhältnisse. In den Einzeln musste
zunächst nur Harald Peschke, allerdings gegen die Gäste-Nummer-Eins, über
die volle Distanz gehen, doch schon bald stand ein 8:0 zu Buche. Dominik
Reuter musste den Ehrenpunkt für Kassel zulassen, doch auch Igor Maruk
schaffte anschließend im Duell der beiden Spitzenspieler einem Sieg in fünf
Sätzen und damit den Matchgewinn.
Stenogramm:
Maruk/Peschke - Roland/Luck 3:0
Schäfer/Reuter - Hoffmann/Jeschik 3:1
Boldt/Lammers - Hausmann/Opfer 3:1
Maruk - Roland 3:1
Peschke - Hoffmann 3:2
Schäfer - Hausmann 3:1
Boldt - Luck 3:0
Lammers - Opfer 3:0
Reuter - Jeschik 1:3
Maruk - Hoffmann 3:2
Zwei knappe Niederlagen der Gießener Oberligateams
(ad) Zwei Niederlagen für die heimischen Teams waren die magere Ausbeute des
Wochenendens, wobei in beiden Begegnungen exakt die Ergebnisse der Vorrunde
wiederholt wurden.
SV Mittelbuchen - NSC Watzenborn-Steinberg 9:5
Für Torsten Weber vom NSC war gegen den favorisierten Gastgeber etwas mehr
als die fünf Zähler drin, doch er haderte mit einer schlechten Stimmung
bedingt durch einen Oberschiedsrichter, der das Schiedsrichtern, obwohl
letztlich immer im Recht, doch etwas zu übergenau nahm. Knapp schrammten
die Watzenborn-Steinberger an einem Traumstart vorbei, denn Harnisch/Berg
und Weimer/Schmalz gewannen ihre Doppel und auch Schmidt/Weber hätten in
den ersten vier Sätzen das Spiel für sich entscheiden können, hatten danach
im Fünften jedoch keine Chance mehr. In der Folge reichte es für die Gäste
nur noch zu je einem Zähler in jedem Paarkreuz und das war zuwenig. Sascha
Berg hatte einen sehr starken Tag erwischt und konnte den gegnerischen
Spitzenspieler Bohländer bezwingen, während Stefan Harnisch diesem in der
Verlängerung des fünften Satzes unterlag. Die ersten drei Einzel in der
Mitte verliefen für den NSC mit drei 0:3-Niederlagen desaströs, bis Michael
Weimer sich gegen den schwächeren der Bohländer-Zwillinge schadlos halten
konnte. Den letzten Zähler steuerte Torsten Weber bei, der seinen Gegner
souverän beherrschte. Auch Andreas Schmalz hatte Siegchancen gegen den
Abwehrstrategen Kreuscher, konnte in den ersten drei Sätzen jeweils die
Verlängerung erreichen, doch im vierten Satz ließ er abreißen. Kreuscher
war es auch, der gegen NSC-Oldie Torsten Weber den Siegpunkt für die
Gastgeber holte.
Stenogramm:
Nowigk/Beller - Schmidt/Weber 3:2
Bohländer/Bohländer - Harnisch/Berg 1:3
Kreuscher/Dalquen - Weimer/Schmalz 1:3
Bohländer,O. - Berg 2:3
Nowigk - Harnisch 3:1
Beller - Weimer 3:0
Bohländer,F. ? Schmidt 3:0
Kreuscher - Schmalz 3:1
Dalquen - Weber 1:3
Bohländer,O. - Harnisch 3:2
Nowigk - Berg 3:2
Beller - Schmidt 3:0
Bohländer,F. - Weimer 0:3
Kreuscher - Weber 3:1
Gießener SV - Post SV Zeulenroda 7:9
Nach vier Stunden war die Niederlage gegen den Tabellennachbarn komplett
aber laut Jürgen Boldt ist beim GSV-Team einfach etwas die Luft raus, seit
der Meisterschaftszug nach dem verlorenen Spiel am letzten Spieltag in
Felsberg abgefahren ist. "Wir konnten trotz makelloser Leistung in der
Mitte die negativen Bilanzen im vorderen und hinteren Paarkreuz einfach
nicht ausgleichen" meinte Boldt, der einzige ungeschlagene GSV-Akteur der
Begegnung. Nach dem GSV-typischen guten Start mit einer 2:1-Führung nach
den Doppeln durch Maruk/Peschke und Boldt/Lammers ging es sehr untypisch
weiter, denn die GSV-Spitze konnte keinen einzigen Einzelsieg erringen und
auch "Sürgi" Lammers und Dominik Reuter patzten zunächst, wodurch die Gäste
zur Halbzeit mit 5:4 und anschließend mit 7:4 in Führung gehen konnten.
Boldt, Schäfer und Lammers (mit einem 11:9 im fünften Satz) schafften für
den GSV noch einmal den Ausgleich, doch Dominik Reuter konnte eine
2:1-Führung nach Sätzen nicht nutzen und unterlag auch in seinem zweiten
Einzel des Tages unglücklich im fünften Satz. Im Abschlussdoppel hatten
Igor Maruk und Harald Peschke gegen die beiden starken Tschechischen
Spitzenspieler Hanl und Wasik wie schon vorher im Einzel keine Siegchance.
Stenogramm:
Maruk/Peschke - Tran Le/Schiefner 3:0
Schäfer/Reuter - Hanl/Wasik 0:3
Boldt/Lammers - Graf/Zablowski 3:1
Maruk - Wasik 2:3
Peschke - Hanl 0:3
Schäfer - Graf 3:1
Boldt - Tran Le 3:2
Lammers - Zablowski 2:3
Reuter - Schiefner 2:3
Maruk - Hanl 1:3
Peschke - Wasik 1:3
Schäfer - Tran Le 3:0
Boldt - Graf 3:1
Lammers - Schiefner 3:2
Reuter - Zablowski 2:3
Maruk/Peschke - Hanl/Wasik 0:3
Krahn hebt GSV aus den Angeln
Gießener SV unterliegt im Spitzenspiel bei Felsberg
Vorderes Paarkreuz kann nur einen Punkt beisteuern - Starker Boldt
Jede Serie hat einmal ein Ende, und so riss auch die beeindruckende
Siegesserie des in der Rückrunde noch verlustpunktfreien GSV just im
Spitzenspiel in Felsberg, nachdem man in heimischer Halle in der Vorrunde
noch mit 9:7 gewonnen hatte.
TSV Eintracht Felsberg 2 - Gießener SV 9:6
Erfreulich für die Gießener war, dass der
lange verletzte Ingo Schäfer endlich wieder am Start war, und auch in
seinem zweiten Einzel mit einem hart umkämpften Fünfsatzerfolg gleich
punkten konnte. Anschließend sorgte Mannschaftsführer Jürgen Boldt, der
sich sehr stark präsentierte, mit seinem zweiten Einzelerfolg noch einmal
für den Anschlusszähler zum 6:7 aus GSV-Sicht. Lammers, der sein erstes
Einzel gewonnen hatte, unterlag anschließend jedoch deutlich und auch
Dominik Reuter konnte nach einer Fünfsatzniederlege den GSV nicht mehr ins
Abschlusssdoppel bringen. Der negative Knackpunkt der Begegnung war die
knappe Niederlage von Boldt/Lammers, wodurch die Gießener nach dem
erwarteten, aber einzigen Doppelerfolg von Maruk/Peschke gleich zu Beginn
ins Hintertreffen gerieten. Auch die das vordere Paarkreuz, das durch Maruk
und Peschke zuletzt immer eine sichere positive Bilanz für den GSV
beisteuerte, war diesmal mit Krahn, dem Felsberger Spitzenspieler
überfordert und nur Maruk gewann sein erstes Einzel. Damit sind die
aufgekommenen Titel- und Aufstiegsambitionen zunächst einmal in weitere
Ferne gerückt.
Stenogramm:
Krahn/Scherb - Schäfer/Reuter 3:1
Gerth/Kuhn - Maruk/Peschke 1:3
Zimmermann/Jung - Boldt/Lammers 3:2(-7/6/-3/6/9)
Krahn - Peschke 3:0
Scherb ? Maruk 1:3
Gerth ? Boldt 0:3
Kuhn - Schäfer 3:1
Zimmermann - Reuter 3:0
Jung - Lammers 1:3
Krahn - Maruk 3:0
Scherb - Peschke 3:1
Gerth -Schäfer 2:3
Kuhn -Boldt 1:3
Zimmermann - Lammers 3:0
Jung - Reuter 3:2
TTV Hydro Nordhausen - Gießener SV 1:9
„Derzeit betreiben wir eine sehr erfolgreiche Art modernen Vierkampfes, denn wir holen seit einigen Wochen unsere Punkte mit nur vier Spielern, und gewinnen trotzdem. Jetzt haben wir sogar im Kampf um die Meisterschaft noch alles in eigenen Händen“ meinte Jürgen Boldt, der hocherfreut über die überraschende Niederlage des direkten Tabellennachbarn Felsberg beim Tabellenschlusslicht war. Am nächsten Wochenende steht das schwere Auswärtsspiel bei eben diesem Gegner auf dem Programm. Der GSV-Teamchef erfofft sich möglichst zahlreiche Fan-Unterstützung und bietet Mitfahrgelegenheiten an (bitte bei Jürgen Boldt melden). „Das Spiel selbst war nicht der Rede wert, absolut kein Maßstab für uns. Die Nordhausener haben sich mit dem Abstieg abgefunden, nachdem ihre beiden Spitzenspieler dem Verein vermutlich aus finanziellen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen. Die äußeren Umstände der Begegnung, Halle finden, Schneetreiben, lange Fahrt waren die größere Herausforderung“. Auch ohne die erkrankten Ingo Schäfer und Dominik Reuter, für die diesmal Ulrich Mandler und Jörg Leder antraten, hätte es beinahe zur 9:0-Höchststrafe für die Gastgeber gereicht, doch beim 7:0 erwischte es den zweiten Giessener Ersatzmann in der Verlängerung des Entscheidungssatzes.
TTC Höchst/Nidder - NSC Watzenborn-Steinberg 9:6
„Ich weiß nicht, warum eigentlich, aber gegen Höchst können wir einfach nicht gewinnen“, meinte NSC-Mannschaftsführer Thomas Schmidt, der nach seinem gewonnenen ersten Einzel auch im zweiten Spiel gegen Kessel einen Zähler, es wäre die 7:5-Führung gewesen, auf dem Schläger hatte, doch er unterlag mit 10:12 im fünften Satz, ließ den Ausgleich für die Gastgeber zu und da an diesem Tag an den Positionen vier bis sechs beim NSC rein gar nichts ging, war kurz darauf die 6:9-Niederlage in trockenen Tüchern. Bei „Michi“ Weimer lief nicht viel zusammen, während Torsten Weber zumindest in seinem ersten Einzel sehr nahe an einem Erfolg vorbei schrammte. Einen Vorwurf wollte Schmidt seinen eher erfolgloseren Teamkameraden jedoch nicht machen, denn er hält die Höchster Mannschaft für sehr ausgeglichen und stark, besonders in der hinteren Hälfte. Überragend präsentierte sich die Pohlheimer Mannschaft an der Spitze, wo sich sowohl Stefan Harnisch als auch Sascha Berg in Doppel und Einzel keine Blöße gaben, und zusammen für alle weiteren Punkte sorgten. Auch im Abschlussdoppel führten sie schon mit 2:0 nach Sätzen, doch kam dieses Spiel nicht mehr in die Wertung.
Stenogramm:
Kessel/Gnann - Schmidt/Weber 3:1
Sauer/Ecimovic - Harnisch/Berg 2:3
Sommer/Liedtke - Weimer/Schmalz 3:0
Sommer – Berg 1:3
Sauer – Harnisch 2:3
Kessel – Weimer 3:0
Ecimovic – Schmidt 1:3
Gnann – Schmalz 3:0
Liedtke – Weber 3:2
Sommer – Harnisch 1:3
Sauer - Berg 1:3
Kessel – Schmidt 3:2
Ecimovic – Weimer 3:0
Gnann - Weber 3:1
Liedtke – Schmalz 3:1
Husarenstücke des GSV
Gießener gewinnen Verfolgerduell mit nur 5 Spielern und blicken zur Spitze
NSC sammelt zwei wichtige Punkte
NSC Watzenborn-Steinberg - 1. TTV Richtsberg 9:1
Gegen die ersatzgeschwächten Gäste vom Tabellenschlusslicht aus Richtsberg
ließen die NSC'ler von Beginn an nichts anbrennen. Im Gegensatz zu den
beiden locker gewonnenen Auftaktdoppeln tat sich die dritte Paarung mit
Michael Weimer und Andreas Schmalz doch überraschend schwer, um das
beruhigende Auftakt-3:0 zu sichern. Aufgrund der Erfahrungen aus den
letzten Begegnungen hatte NSC-Mannschaftsführe Thomas Schmidt ohnehin nur
im mittleren Paarkreuz Bedenken ob der unangenehmen Spielweise der Gegner.
So erhöhten Stefan Harnisch und Sascha Berg souverän auf 5:0 und mit dieser
sicheren Führung im Rücken schaffte auch Schmidt trotz der zuvor geäußerten
Bedenken einen Fünfsatzerfolg sowie Michael Weimer relativ locker das 7:0.
Unerwartet schwer dagegen tat sich Torsten Weber, der den einzigen Punkt
abgeben musste, gegen den - allerdings starken - Ersatzspieler der Gäste
und auch "Andi" Schmalz musste über fünf Sätze gehen. Stefan Harnisch blieb
es schließlich vorbehalten, für den Siegpunkt zu sorgen.
Stenogramm:
Harnisch/Berg - Luley/Herbener 3:0
Schmidt/Weber - Mösbauer/Heck 3:0
Weimer/Schmalz - Weiß/Schuchardt 3:2
Harnisch - Heck 3:0
Berg - Mösbauer 3:1
Schmidt - Weiß 3:2
Weimer - Luley 3:0
Weber - Schuchardt 1:3
Schmalz - Herbener 3:2
Harnisch - Mösbauer 3:1
Gießener SV - SV Mittelbuchen 9:5
Im Verfolgerduell hatte sich der Gast vom SV Mittelbuchen bei der
Doppelaufstellung verpokert. Im Wissen um die Verletzung von Ingo Schäfer
der sich erneut aufstellen ließ, um anschließend seine Spiele kampflos
abzugeben, stellte Mittelbuchen sein stärkstes Doppel, die Geschwister
Bohländer als Doppel zwei gegen Maruk/Peschke. In der Vorrunde waren die
beiden Gießener, damals im Abschlussdoppel, noch unterlegen, konnten
diesmal jedoch hauchdünn gewinnen, ebenso wie Jürgen Boldt an der Seite von
"Sürgi"Lammers. Damit war alle Taktik der Gäste über den Haufen geworfen
und nach den ersten Erfolgen der erneut überragenden Spitze zog der
GSV-Express davon, ohne dass Ingo Schäfers kampflose Niederlagen merklich
ins Gewicht fielen. Jürgen Boldt hatte gegen Beller Glück, als es galt
zwei Matchbälle abzuwehren, doch Lammers erledigte seine Aufgabe umso
souveräner. Bei Dominik Reuter fehlt derzeit etwas Selbstvertrauen, doch
dies wurde durch Igor Maruk, den derzeit sensationell spielenden Harald
Peschke und Lammers wettgemacht, die den Ausfall von Ingo Schäfer erneut
ausglichen.
Stenogramm:
Maruk/Peschke - Bohländer/Bohländer 3:2
Schäfer/Reuter - Kreuscher/Arndt 0:3 (kampflos)
Boldt/Lammers - Nowigk/Beller 3:2
Maruk - Nowigk 3:1
Peschke - Bohländer 3:0
Schäfer - Bohländer 0:3 (kampflos)
Boldt - Beller 3:2
Lammers - Arndt 3:1
Reuter - Kreuscher 1:3
Maruk - Bohländer 3:2
Peschke - Nowigk 3:2
Schäfer - Beller 0:3 (kampflos)
Boldt - Bohländer 1:3
Lammers - Kreuscher 3:1
Gießener SV - TTZ Sponeta Erfurt 9:7
Zwei erneute Husarenstücke, so müssen die beiden Wochenendauftritte des GSV
bezeichnet werden, die trotz anhaltender Formschwäche von Dominik Reuter
und andauernder Verletzung von Ingo Schäfer zum inzwischen achten Sieg in
Folge und in Tuchfühlung zur Tabellenspitze führen. Erneut lieferte das
GSV-Team Maßarbeit und hat es nun sogar selbst in der Hand, noch ein
gewichtiges Wörtchen um Meistertitel und Aufstieg mitzuspielen. Ingo
Schäfer konnte diesmal aus beruflichen Gründen nicht antreten, um verletzt
abzuschenken und auch aus der zweiten Mannschaft des GSV stand niemand zur
Verfügung, sodass Jürgen Boldt dem GSV-Youngster Rubi Schacke, Baujahr
1989, eine Bewährungsprobe ermöglichte. "Dass es nicht zu Einzelerfolgen
reichen würde, war klar, aber er hat seine Sache wirklich gut gemacht"
bescheinigte ihm Boldt. Leider hielt auch Reuters Negativ-Serie an, doch
das Team hatte erneut einen sensationellen Lauf und gab außerdem durch
Lammers und Boldt nur zwei Einzel, jeweils gegen den starken Gästespieler
Priebe ab. Das umkämpfteste Spiel des Tages zeigten die beiden
Spitzenspieler Maruk und Jödicke. Alle fünf Sätze endeten in der
Verlängerung kurz vor der Zeitspielgrenze und Igor Maruk führte im fünften
Satz schon mit 7:1, ließ noch einmal den Ausgleich zu und gewann mit 11:9.
Da auch Harald Peschke erneut ungeschlagen blieb, muss das vordere
Paarkreuz des GSV zum Matchwinner des Wochenendes gekürt werden. Je einmal
punkteten Boldt und Lammers im Einzel und im Doppel, sowie Maruk/Peschke
sowohl im Auftakt-, als auch im Abschlussdoppel.
Stenogramm:
Maruk/Peschke - Priebe/Schade 3:1
Boldt/Lammers - Jödicke/Bessert 3:2
Reuter/Schacke - Leu/Fussy 1:3
Maruk - Bessert 3:1
Peschke - Jödicke 3:1
Boldt - Leu 3:0
Lammers - Priebe 1:3
Reuter - Schade 1:3
Schacke - Fussy 0:3
Maruk - Jödicke 3:2
Peschke - Bessert 3:0
Boldt - Priebe 2:3
Lammers - Leu 3:0
Reuter - Fussy 2:3
Schacke - Schade 1:3
Maruk/Peschke - Jödicke/Bessert 3:0(9,10,10)
NSC Watzenborn-Steinberg - Post SV Mühlhausen 2 7:9
Erst am Vortag hatten die Gäste im verlorenen Spitzenspiel gegen Felsberg
die Tabellenführung abgegeben und auch beim NSC sah es lange nach
mindestens einem weiteren Verlustpunkt aus. So haderte Thomas Schmidt vom
NSC mit dem Pech, dass seinen Spielern an dem Schläger klebte, sobald es in
Entscheidungssätze ging. Alleine sieben der neun Mühlhausener Punkte wurden
im fünften Satz gewonnen, was auch den knappen, aber wertlosen 36:34-Erfolg
des NSC nach Sätzen erklärt. "Mindestens ein Unentschieden wäre gerecht
gewesen", meinte Schmidt, "doch auch die letzte Chance ging in einem
Abschlussdoppel auf sehr hohem Niveau im fünften Satz dahin, nachdem Sascha
Berg und Stefan Harnisch einen 0:2-Satzrückstand noch einmal ausgleichen
konnten". Der Beginn der Begegnung lief aus NSC-Sicht mit zwei
Doppelerfolgen durch Harnisch/Berg und Weimer/Schmalz vielversprechend.
Überragend agierte an der Spitze diesmal Sascha Berg mit zwei
Einzelerfolgen, während Stefan Harnisch immerhin einen Zähler beisteuerte.
Der Knackpunkt für den NSC war das 0:4 in der Mitte durch Schmidt und
Weimer, das nicht zu kompensieren war. "Bärenstark" spielte laut Schmidt
auch Andreas Schmalz, doch bedingt durch zwei Fünfsatzniederlagen von
Torsten Weber kam im hinteren Paarkreuz nicht mehr als ein 2:2 zustande.
Stenogramm:
Harnisch/Berg - Stefanski/Gundlach 3:0
Schmidt/Weber - Merrbach/Albrecht 0:3
Weimer/Schmalz - Schmidt/Albrecht 3:2
Harnisch - Stefanski 2:3
Berg - Merrbach 3:2
Schmidt - Schmidt 2:3
Weimer - Albrecht 2:3
Weber - Albrecht 2:3
Schmalz - Gundlach 3:1
Harnisch - Merrbach 3:0
Berg - Stefanski 3:0
Schmidt - Albrecht 2:3
Weimer - Schmidt 1:3
Weber - Gundlach 2:3
Schmalz - Albrecht 3:2
Harnisch/Berg - Merrbach/Albrecht 2:3
NSC Watzenborn/Stbg. triumphiert im Spitzenspiel
Pohlheimer so gut wie gesichert
Gießener SV schielt nach Sieg gen Tabellenspitze
NSC Watzenborn-Steinberg - TTV Hydro Nordhausen 9:2
(ad) Im einem vorentscheidenden Spiel gegen den Abstieg setzte sich der NSC
gegen die Thüringer Mannschaft aus Nordhausen erwartungsgemäß klar durch
nachdem es in der Vorrunde noch eine 5:9-Niederlage zu verschmerzen galt.
Doch traten die Gäste aus finanziellen Gründen ohne ihre beiden litauischen
bzw. polnischen Spitzenspieler an, die wohl gar nicht mehr zum Einsatz
kommen werden, was den Abstieg dieses Teams unvermeidlich machen wird und
auch das klare Endresultat erklärt. Die unmittelbare Abstiegsgefahr für die
Pohlheimer ist damit gebannt und laut Stefan Harnisch will man sich noch
1-2 Plätze weiter in Richtung Mittelfeld orientieren. Trotz allerbester
Vorzeichen zeigten die NSC-Doppel einen nervösen Start und mussten nach dem
sicheren 1:0 durch Berg/Harnisch sogar eine Gäste-Führung zulassen. Mit
Beginn der Einzel ging jedoch das klar überlegene Team schnell in Führung
wobei der in Doppel und Einzel ohne Satzverlust agierende
NSC-Spitzenspieler Harnisch zeitweise unterfordert war. Sascha Berg hatte
anschließend mit der Gäste-Nummer-Eins seine liebe Not und siegte, wie
später auch Andreas Schmalz nur hauchdünn im fünften Satz. Alle anderen
Einzel waren eine sichere Beute der Gastgeber.
Stenogramm:
Harnisch/Berg - Domnick/Kilian 3:0
Schmidt/Weber - Henning/Koch 1:3
Weimer/Schmalz - Hagemeier/Tietzel 1:3
Harnisch - Koch 3:0
Berg - Henning 3:2
Schmidt - Hagemeier 3:1
Weimer - Domnick 3:1
Weber - Kilian 3:0
Schmalz - Tietzel 3:2
Harnisch - Henning 3:0
Berg - Koch 3:1
TTC Höchst/Nidder - Gießener SV 7:9
(ad) Nach einem völlig durchwachsenen Saisonauftakt haben die Gießener zu alter
Form zurückgefunden und inzwischen eine 12:0 - Serie hingelegt. Sie
befinden sich damit wieder in Tuchfühlung zur Tabellenspitze. Sollte die
Serie im Heimspiel am kommenden Samstag um 17:00 Uhr gegen den
Tabellennachbarn aus Mittelbuchen anhalten, dann ist nach vorne noch alles
möglich, meint GSV-Mannschaftsführer Jürgen Boldt, der sich für diese
wichtige Begegnung eine kräftige Zuschauerunterstützung erhofft. Sowohl
nach Bällen (575:546) als auch nach Sätzen (31:29) waren die Gastgeber die
Sieger, doch das Match ging an die erneut ersatzgeschwächten Gäste, die
diesmal Jörg Leder für Ingo Schäfer einsetzten. Diese Taktik ging, wenn
auch mit sehr viel Fortune, nach einer kämpferisch beeindruckenden Leistung
auf, obwohl niemand mehr mit einem Sieg rechnen konnte, nachdem Harald
Peschke in seinem zweiten Einzel böse umknickte, dieses Spiel de facto
kampflos abgab und auch an ein Abschlussdoppel mit dickem Knöchel zunächst
nicht zu denken war. Peschkes verletzungsbedingte Niederlage ließ die Gäste
auf 5:6 herankommen, doch Boldt und Lammers sicherten dem GSV zunächst
einen Auswärtszähler, mit dem man angesichts der widrigen Umstände vollauf
zufrieden sein konnte. Peschke trat an der Seite von Igor Maruk zum
Abschlussdoppel mit Standtischtennis an, und nach zwei verlorenen Sätzen
kämpften sich die beiden ins Spiel und brachten ihren Gegnern eine nie für
möglich gehaltene Niederlage nach Abwehr von einigen Matchbällen bei. Die
Basis für den Gießener Erfolg hatten einmal wieder die Doppel gelegt, in
denen Boldt/Lammers und Maruk/Peschke für die gewohnte Führung sorgten, die
die GSV-Spitze zum 4:1 ausbauen konnte (Peschke 12:10 im fünften Satz). Die
beiden in Doppel und Einzel ungeschlagenen Boldt und Maruk sorgten für die
Punkte fünf und sechs während diesmal im hinteren Paarkreuz des GSV nichts
zu holen war.
Stenogramm:
Kessel/Gnann - Boldt/Lammers 1:3
Sauer/Ecimovic - Maruk/Peschke 1:3
Sommer/Liedtke - Reuter/Leder 3:0
Sommer - Peschke 2:3
Sauer - Maruk 1:3
Kessel - Lammers 3:1
Ecimovic - Boldt 0:3
Gnann - Leder 3:0
Liedtke - Reuter 3:1
Sommer - Maruk 1:3
Sauer - Peschke 3:0
Kessel - Boldt 1:3
Ecimovic - Lammers 1:3
Gnann - Reuter 3:0
Liedtke - Leder 3:0
Kessel/Gnann - Maruk/Peschke 2:3(9,8,-7,-12,-11)
Guter Start der Schwimmer in die Rückserie
NSC Watzenborn-Steinberg - Gießener SV 5:9
(ad) Der GSV trat mit sechs Spielern an, doch war allen von Beginn an klar, dass Ingo Schäfer wegen Nervenentzündung im Bein seine Spiele kampflos abgeben würde. Ersatz aus der GSV-Zweiten war nicht zu bekommen, denn die spielte zeitgleich und dort fehlte schon Uli Mandler. So machte der GSV aus dem Handicap das Beste, und stellte Schäfer/Reuter als Doppel zwei auf. Das stärkste NSC-Doppel Berg/Harnisch kam so ohne Anstrengung zu einem Auftakterfolg. Dieser war für Gießen leicht zu verschmerzen, denn dadurch trafen die beiden stärkeren GSV-Paarungen Maruk/Peschke und Boldt/Lammers auf die etwas schwächeren NSC-Doppel und gewannen beide klar. Der NSC hatte falsch gepokert, denn man rechnete mit einem Abschlussdoppel und stellte deswegen keine schwächere Paarung als Spitzendoppel auf, dessen kampfloser Sieg sicher war. In den ersten Einzeln bahnte sich für den NSC ein kleines Debakel an, denn Stefan Harnisch unterlag überraschend mit 0:3 gegen einen Harald Peschke, der eine wirkliche Sternstunde erwischt hatte, mit seinem krummen Spiel begeisterte und verzweifeln ließ und zusätzlich alle seine Attacken mit Erfolg abschloss. Nach seinem Rezept befragt, meinte er nur
lakonisch: "Ich hab vorher sechs Stunden lang Bretter gestrichen, wahrscheinlich lag es daran". Sascha Berg konnte gegen Igor Maruk erneut nicht gewinnen, ihm gelang jedoch der erste erspielte Satzgewinn der gesamten Begegnung. Das Duell der beiden Mannschaftsführer Thomas Schmidt gegen Jürgen Boldt war der erste Krimi des Derbys. Im fünften Satz ging Schmidt mit 4:0 in Führung, doch Boldt konterte zum 4:7 und gewann sicher. "Ich bin beim 0:4 ein bisschen aufgewacht, hab' aber deswegen auch nicht besser gespielt", so Boldt, der dieses Lokalderby insgesamt auf sehr schwachem spielerischem Niveau ansiedelte. Erst im hinteren Paarkreuz konnte der NSC zweimal punkten, wobei Andreas Schmalz gegen Hans-Jürgen Lammers mehr Druck aufbauen und ungefährdet gewinnen konnte. Die überragende Spitze des GSV setzte anschließend den GSV-Siegeszug fort. Stefan Harnisch verlor seit längerer Zeit einmal wieder gegen Igor Maruk und auch "Bretter-Pescke" war für Sascha Berg diesmal eine Nummer zu stark. Der fünfte und letzte NSC-Zähler resultierte aus dem zweiten kampflos abgegebenen Einzel von Ingo Schäfer. Anschließend holten Boldt und Lammers die Siegpunkte für einen GSV, der dem Lokalrivalen vom NSC mit fünf Spielern diesmal eine dicke Schlappe verabreichte.
Gießener SV - TTV Richtsberg 9:2
(ad) "Wir haben richtig gut gespielt, das gleiche Experiment wie gestern gewagt und Ingo Schäfer aufgestellt und tatsächlich nur das eine Doppel mit Ingo und dessen Einzel abgegeben, an diesem Wochenende haben wir wieder Blut geleckt und orientieren uns wieder in Richtung oberes Tabellenende" meinte Jürgen Boldt. "So eine dicke Fackel haben wir noch nie bekommen", so die konsternierten Richtsberger nach dem Spiel. Gerade einmal 2 Spiele endeten nicht mit 3:0 für die Gastgeber. Besonders erfreut war man auf Seiten des GSV über die Wochenenderfolge der Doppelpaarung Jürgen Boldt und Hans-Jürgen Lammers, die seit vielen Jahren einmal wieder zusammen spielten und gleich hervorragend harmonierten.
ESV Jahn Kassel 2 - NSC Watzenborn-Steinberg 8:8
(ad) Nach der enttäuschenden Vortagsleistung und der 7:9-Niederlage im Heimspiel gegen Kassel muss der Auswärtspunkt als kleine Überraschung angesehen werden, auch wenn die Spiele gegen Kassel traditionell knapp ausgehen. Den Grundstein legte der NSC im Doppel durch Harnisch/Berg und Schmalz/Weimer. Die erwartete Packung kassierte Sascha Berg gegen den Tschechen Milan Kacnik, der später auch gegen Stefan Harnisch keine Probleme hatte. In seinem ersten Einzel jedoch drehte Harnisch einen 0:2-Satzrückstand noch einmal und schaffte dabei im 3. Satz ein 11:2. Auch Thomas Schmidt und Andreas Schmalz gewannen jeweils in fünf Sätzen und sorgten nach einem weiteren Zähler aus dem hinteren Paarkreuz für eine vielversprechende 6:3-Halbzeitführung. Anschließend gingen jedoch fünf Spiele in Serie an Kassel, wobei nur Michael Weimer mit vergebenem Matchball reelle Siegchancen hatte. Doch die NSC'ler ließen den Kopf nicht hängen und konnten durch Andreas Schmalz und das nervenstarke Abschlussdoppel Berg/Harnisch noch einen Zähler retten.
NSC siegt im Schlußspurt nach hohem Rückstand
TTZ Sponeta Erfurt - NSC Watzenborn-Steinberg 7:9
"Wir waren erst 10 Minuten vor Spielbeginn vor Ort, sind anderthalb Stunden in Erfurt rumgefahren um die Halle zu finden, obwohl wir die Adresse hatten. Ich denke, wir sollten ein NSC-eigenes Navigationssystem anschaffen. Danach wies man uns sechsen einen einzigen Tisch zum Einspielen zu, soviel zu thüringischen Oberschiedsrichtern. Natürlich sind wir selbst schuld, dass wir so spät waren, aber in dieser Klasse kann man nicht eiskalt antreten. Da fehlt völlig das Händchen", meinte Torsten Weber zu den äußeren Umständen eines Matches, dass einen selten kuriosen Spielverlauf nahm. Beide Teams traten in Bestbesetzung an, und der NSC wollte sich, da in ernsten Abstiegsnöten, mit einer Wiederholung des 9:6-Vorrundenerfolges, etwas Luft verschaffen. Danach sah es bis zur Pause vor einem begeisterten, fairen, trommelwirbelnden Publikum nicht aus. Mit 2:7 wurden die Pohlheimer regelrecht vorgeführt. Weber schaffte es im Doppel nicht mal, einen vernünftigen Aufschlag einzurollen, und unterlag an der Seite von Thomas Schmidt ebenso klar wie Schmalz/Weimer. Nur Sascha Berg und Stefan Harnisch, die späteren Matchwinner zeigten bei ihrer knappen Niederlage eine Hoffnung lassende Leistung. Beide konnten anschließend mit zwei Fünfsatzerfolgen den Anschluss wieder herstellen, wobei Berg überraschend den unangenehmen Block- und Spitzenspieler Bessert niederhielt. Danach gingen fünf Einzel in Serie an die Gastgeber, wobei Weber nur Thomas Schmidt "einen großen Kampf mit etwas Pech" bescheinigte. Nach der Halbzeit ging wohl eine Trotzreaktion mit "jetzt erst Recht" durch das Team, denn anders war die Wende nicht zu erklären. Die NSC-Spitze machte den Anfang und auch die vor der Pause chancenlosen oder unterlegenen Spieler Schmidt, Weimer und Schmalz gewannen ungefährdet. Nur Weber hatte gegen das Hau-Ruck-Spiel von Leu seine Probleme, aber das knappe bessere Ende auf seiner Seite . "Du kannst nix machen, wenn er trifft, kriegst Du keinen Ball, aber er trifft halt nicht immer" meinte er dazu. Mit sensationellen Ballwechseln gegen einen konsternierten Gegner gewannen Sascha Berg und Stefan Harnisch auch das Abschlussdoppel und schafften mit dem Auswärtssieg wieder einen Zwei-Punkte-Abstand zu den Abstiegsplätzen.
Stenogramm:
Bessert/Priebe - Weber/Schmidt 3:0, Jödicke/Leu - Harnsich/Berg 3:1
Fussy/Schade - Schmalz/Weimer 3:0, Bessert - Berg 2:3, Priebe - Harnisch 2:3
Jödicke - Weimer 3:0, Fussy - Schmidt 3:2, Leu - Schmalz 3:0, Schade - Weber 3:1
Bessert - Harnisch 0:3, Priebe - Berg 1:3, Jödicke - Schmidt 1:3, Fussy - Weimer 0:3
Leu - Weber 2:3, Schade - Schmalz 1:3, Bessert/Priebe - Harnsich/Berg 0:3
Reuter holt den entscheidenden Punkt
GSV 9:6-Sieger in Kassel - NSC verliert und rutscht auf Abstiegsrang
GIESSEN (wei). Durch seinen knappen Erfolg in Kassel konnte der GSV wieder die Weichen in Richtung obere Tabellenhälfte stellen. Watzenborn hingegen ist durch seine Niederlage bei dem starken Aufsteiger Felsberg II auf einen Abstiegsrang in der Herren-Oberliga abgerutscht. Der NSC ist jedoch punktgleich mit dem Drittletzten und so ist auch Mannschaftsführer Thomas Schmidt in Sachen Klassenerhalt optimistisch: „Wir werden das schon schaffen“.
TSV Felsberg II - NSC W.-Steinberg 9:4: In den Doppeln lief es sehr gut für den NSC. Harnisch/Berg sowie Schmalz/Weber gewannen beide ihre Spiele im Entscheidungssatz und sorgten so für die 2:1-Führung. Die ersten drei Punkte im Einzel gingen aber alle an Felsberg. Erst Thomas Schmidt gelang hier der erste Zähler, womit es aus Gästesicht 3:4 stand. Im hinteren Paarkreuz gingen beide Partien in den fünften Satz. Thomas Domicke, der wieder für den verletzten Michael Weimer spielte, führte mit 2:0 Sätzen, ehe er sich noch geschlagen geben musste. Auch Torsten Weber hatte das Glück nicht auf seiner Seite und unterlag. Stefan Harnisch verkürzte im Anschluss zwar noch einmal auf 4:6, doch dies sollte der letzte Watzenborner Punktgewinn bleiben, da auch Sascha Berg im Entscheidungssatz seines zweiten Einzels das Nachsehen hatte.
Stenogramm: Krahn/Scherb - Schmidt/Domicke 3:0, Heimel/Zimmermann - Harnisch/Berg 2:3, Kühn/Gerth - Schmalz/Weber 2:3, Scherb - Berg 3:0, Krahn - Harnisch 3:1, Heimel - Schmalz 3:0, Zimmermann - Schmidt 1:3, Kühn - Domicke 3:2, Gerth - Weber 3:2, Scherb - Harnisch 1:3, Krahn - Berg 3:2, Heimel - Schmidt 3:0, Zimmermann - Schmalz 3:0
Jahn Kassel II - Gießener SV 6:9: „Das war ein heißes und enges Spiel“, meinte Mannschaftsführer Jürgen Boldt nach der Partie. Dies belegen allein schon sieben Fünfsatzspiele. Das erste davon gewannen Maruk/Peschke, die in Kassel als Doppel 2 aufgestellt waren. Die erste Führung für den GSV gelang Schäfer/Lammers. In den Einzeln ging es gleich mit zwei Fünfsatzspielen weiter. Jürgen Boldt konnte dabei gegen Milan Kacnik beim Stand von 5:10 im vierten Satz fünf Matchbälle abwehren und so noch die Wende zu seinen Gunsten herbeiführen. Igor Maruk verlor hingegen knapp, ehe Ingo Schäfer und Harald Peschke das 5:2 für Gießen errangen. Hans-Jürgen Lammers unterlag im letzten Durchgang seines erstes Einzels, doch Dominik Reuter konnte den Vorsprung von drei Punkten behaupten. Danach kam Kassel auf 6:5 heran. Mit einem Sieg im Entscheidungssatz konnte Peschke den Ausgleich verhindern und damit gleichzeitig seine hervorragende Bilanz auf 17:3 Spiele ausbauen. In der Rückrunde muss er deshalb in das erste Paarkreuz vorrücken. Als es 7:6 für Gießen stand hing alles vom hinteren Paarkreuz ab. Lammers siegte und der Schlusspunkt fiel dem ganzen Match entsprechend in einer weiteren Fünfsatzbegegnung. Diese gewann Dominik Reuter zum 9:6 für die „Schwimmer“. Der GSV kann nun „ganz locker in die Rückrunde gehen“, so Jürgen Boldt.
Stenogramm: Kacnik/Hofmann - Maruk/Peschke 2:3, Hintsche/Luck - Boldt/Reuter 3:1, Roland/Hansmann - Schäfer/Lammers 1:3, Kacnik - Boldt 2:3, Hofmann - Maruk 3:2, Hintsche - Schäfer 1:3, Luck - Peschke 1:3, Roland - Lammers 3:2, Hansmann - Reuter 1:3, Kacnik - Maruk 3:2, Hofmann - Boldt 3:0, Hintsche - Peschke 2:3, Luck - Schäfer 3:1, Roland - Reuter 2:3, Hansmann - Lammers 1:3
28.11.2004
Kinder an die Macht in Zeulenroda - Gießen unterliegt knapp - PSV-Nachwuchs sehr stark
GIESSEN (wei). Zeulenroda scheint sich darauf zu spezialisieren, die heimischen Oberligateams mit knappen Niederlagen zu quälen. Vergangene Woche unterlagen die diesmal spielfreien Watzenborner mit 7:9 und nun erwischte es den Gießener SV mit dem gleichen Ergebnis.
Post SV Zeulenroda - Gießener SV 9:7: "Nach 700 Kilometern Fahrt mit null Punkten nach Hause zu kommen, ist schon deprimierend", sagte GSV-Mannschaftsführer Jürgen Boldt nach dem Spiel. Die negative Doppelbilanz betrachtete er als ausschlaggebend für die unglückliche Niederlage. Ein Kompliment zollte Boldt den stark kämpfenden Gastgebern, wobei er vor allem die erst dreizehn und elf Jahre alten Brüder Tran Le hervorhob, die zusammen vier Punkte holten. Bei den Gießenern fehlte krankheitsbedingt Dominik Reuter, für den Jörg Leder spielte.
Als es 5:4 für den GSV hieß, war die Lage noch aussichtsreich. Zwar sprang im Doppel nur ein Punkt durch Maruk/Peschke heraus, doch dafür spielten Jürgen Boldt und Igor Maruk im Einzel sehr stark gegen die Topspieler des PSV aus Tschechien. Beide Spiele gingen in den Entscheidungssatz. Hier unterlag Boldt gegen Hanl, während Maruk gegen Wasik gewann. Die folgenden Zähler für Gießen holten Ingo Schäfer, Harald Peschke und Hans-Jürgen Lammers mit klaren Siegen. Durch die etwas zu gut geheizte Halle in Zeulenroda sind die GSVler in der zweiten Spielhälfte "wohl etwas eingeschlafen", meinte Jürgen Boldt. Bis zum 8:6 für die Gastgeber konnte jedenfalls nur noch Peschke für die "Schwimmer" punkten. Nahe an einem Punktgewinn war Schäfer, der sich aber im Entscheidungssatz dem 13-Jährigen Minh Tran Le beugen musste. Noch schlimmer traf es Lammers bei seiner deutlichen Niederlage gegen den 11-Jährigen Vu Tran Le. So war es der stark spielende Ersatzmann Jörg Leder, der den GSV ins Abschlussdoppel rettete. Hanl/Wasik, das beste Doppel der Oberliga mit einer Bilanz von 12:1 Spielen, ließ hier aber Maruk/Peschke, dem zweitbesten Doppel mit 11:3 Spielen, keine Chance.
Im Stenogramm: Hanl/Wasik - Boldt/Leder 3:1, Schiefner/Diersch - Maruk/Peschke 0:3, Tran Le/Tran Le - Schäfer/Lammers 3:1, Hanl - Boldt 3:2, Wasik - Maruk 2:3, Schiefner - Schäfer 1:3, Tran Le, M. - Peschke 0:3, Tran Le, V. - Leder 3:1, Diersch - Lammers 0:3, Hanl - Maruk 3:1, Wasik - Boldt 3:0, Schiefner - Peschke 0:3, Tran Le, M. - Schäfer 3:2, Tran Le, V. - Lammers 3:0, Diersch - Leder 1:3, Hanl/Wasik - Maruk/Peschke 3:0.
20./21.11.2004
TTZ Sponeta Erfurt - Gießener SV 3:9
Von der Höhe des Endresultates war man beim GSV doch etwas überrascht, doch "wir dachten, das wird ganz knapp, aber dann hätten wir letztlich sogar mit 9:1 gewinnen können" meinte Ingo Schäfer, der sein zweites - und nicht mehr gewertetes - Einzel schon gewonnen hatte, als Harald Peschke mit dieser
Sicherheit im Rücken seinen ersten Matchball zum 11:9 im fünften Satz zum spielentscheidenden neunten Punkt verwandeln konnte. Bei genauerer Betrachtung der Ergebnisse relativiert sich die Sicht eines lockeren Auswärtssieges jedoch, denn zu Beginn schrammten die Gießener nur knapp an einem Zwei-Punkte-Rückstand vorbei, der durchaus Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf gehabt hätte. Nach hauchdünner Niederlage von Boldt/Reuter und sicherem Sieg von Maruk/Peschke mussten Schäfer/Lammers im vierten Satz Matchbälle abwehren, bis das "GSV-Standardergebnis" nach den
Doppeln in sicheren Händen war. Jürgen Boldt und Ingo Schäfer ließen die Erfurter bis zum 3:3 noch zweimal ausgleichen, doch Igor Maruk mit zwei unangefochtenen Einzelerfolgen, Harald Peschke mit einem 3:0, das an Deutlichkeit nichts zu wünschen ließ (nur 9 gegnerische Punkte in drei Sätzen gegen den Stammspieler einer Spitzenmannschaft) sowie Hans-Jürgen Lammers, Jürgen Boldt und Dominik Reuter machten den Sieg perfekt, auch wenn es noch mehrmals bis in den Entscheidungssatz ging.
Stenogramm:
Bessert/Priebe - Boldt/Reuter 3:2(-6,14,9,-3,11), Jödicke/Leu - Maruk/Peschke 1:3(-7,-5,7,-4)
Fussy/Schade - Schäfer/Lammers 2:3(10,-8,10,-14,-7), Bessert - Boldt 3:1(11,8,-8,7)
Priebe - Maruk 0:3(-9,-8,-9), Jödicke - Schäfer 3:1(-7,7,7,9)
Fussy - Peschke 0:3(-4,-3,-2), Leu - Lammers 1:3(-9,8,-9,-9)
Schade - Reuter 2:3(8,-8,-7,7,-5), Bessert - Maruk 1:3(8,-10,-6,-10)
Priebe - Boldt 2:3(9,-9,7,-2,-7), Jödicke - Peschke 2:3(-2,3,-8,7,-9)
Gießener SV - Post SV Mühlhausen 2 7:9
Man merkte dem GSV-Mannschaftsführer Jürgen Boldt die Enttäuschung wegen der Niederlage an, denn nach einer überraschenden 6:3-Führung gegen die vom Tabellenstand her favorisierte Thüringer Mannschaft kippte das Spiel in der zweiten Hälfte. Hier leitete die unerwartet klare Niederlage von Igor
Maruk eine Negativserie von fünf Spielen in Folge ein, die die Gäste auf die Siegerstraße brachte. Der Spielbeginn verlief wie erwartet, die Doppel endeten mit der mittlerweile gewohnten 2:1-Führung nach Niederlage von Boldt/reuter gegen das Doppel Eins, auch wenn die Doppel-Bank des GSV,
Maruk/Peschke zunächst beim Erfolg in fünf Sätzen doch mehr als üblich kämpfen musste. Boldt glich vorne zunächst Maruks erste Niederlage aus und Pesche die von Schäfer in der Mitte. Danach erhöhten Reuter und Lammers, bevor die Talfahrt begann. Maruk gewann in beiden Einzeln keinen Satz und
Jürgen Boldt verlor nach vergebenen Matchbällen wie auch anschließend Harald Peschke im Fünften. Erst Lammers konnte mit seinem Erfolg zum 7:8 die drohende Heimniederlage noch einmal abwenden und rette die Giessener ins Abschlussdoppel. Hier sah zunächst alles nach dem erwarteten Erfolg für Maruk/Peschke aus. Die ersten beiden Sätze wurden haushoch gewonnen, doch dann "schafften es die beiden noch, zu verlieren", meinte Boldt.
Stenogramm:
Maruk/Peschke - Merrbach/Albrecht 3:2(-7,8,-5,6,5), Boldt/Reuter - Bitter /Stefanski 2:3(5,7,-8,-5,-6)
Schäfer/Lammers - Schmidt/Gundlach 3:0(9,9,5), Maruk - Stefanski 0:3(-5,-8,-6)
Boldt - Bitter 3:1(5,-9,7,9), Peschke - Albrecht 3:0(8,9,3), Schäfer - Merrbach 1:3(-9,9,-9,-6)
Reuter - Gundlach 3:2(-3,9,-8,8,6), Lammers - Schmidt 3:1(6,-8,7,10), Maruk - Bitter 0:3(-7,-9,-4)
Boldt - Stefanski 2:3(4,9,-8,-12,9), Peschke - Merrbach 2:3(12,-9,-7,12,-5)
Schäfer - Albrecht 0:3(-5,-8,-7), Reuter - Schmidt 1:3(-7,-5,9,-9)
Lammers - Gundlach 3:1(9,-5,4,13), Maruk/Peschke - Bitter /Stefanski 2:3(4,3,-7,-9,-7)
13./14.11.2004 Gießener SV - TSV Eintracht Felsberg II 9:7 Nach knapp vier Stunden hatte der GSV den alten Tabellenführer bezwungen und scheint, wie von Mannschaftsführer Jürgen Boldt angekündigt, tatsächlich in Topform aus der Herbstpause gekommen zu sein, nachdem es zu Beginn der Runde noch Formdefizite gab. Nur 20 Zuschauer erlebten einen Krimi, in dem schon allein das Spiel von Igor Maruk gegen Klaus Scherb (3:2 für Maruk) das Kommen wert und an Dramatik nicht zu überbieten war. Die Showeinlagen von Scherb und seine Sprüche sorgten für beste Stimmung unter den Fans. Nach einer in der Höhe überraschenden 6:1-und Führung dachte bei den Gastgebern niemand mehr, dass es noch einmal so eng werden würde. Überragend spielte einmal wieder Igor Maruk, der in Doppel und Einzel ungeschlagene Fels in der Brandung. Perfekt harmonierend mit dem zweiten Abwehrstrategen der Gießener, Harald Peschke wurde sowohl das Eingangs- als auch das Abschlussdoppel mit 3:0 sicher gewonnen. Nach der Niederlage von Boldt/Reuter legten Schäfer/Lammers, Maruk, Boldt, Peschke und Schäfer einen Zwischenspurt zum beschriebenen 6:1 aufs Parkett. Anschließend folgten 2 Fünfsatzniederlagen (je 9:11), doch Maruk erhöhte zum 7:4 und Ingo Schäfer zum 8:5. "Sürgi" Lammers, der Pechvogel des Tages, unterlag auch in seinem zweiten Einzel mit 9:11 im Fünften und ließ nach Reuters zweiter Einzelniederlage den siebten Gästezähler zu. Den verdienten Heimsieg ließen sich die Gießener aber nicht nehmen. Mir diesem Erfolg hat der GSV erstmals ein positives Punktekonto aufzuweisen, den NSC in der Tabelle überholt und vorübergehend die Spitzenposition im heimischen Herrentischtennis zurückerobert.
Stenogramm:
Maruk/Peschke - Heimel/Gerth 3:0(8,6,10)
Boldt/Reuter - Scherb/Zimmermann 2:3(-10,8,9,-9,-7) Schäfer/Lammers - Jung/Kuhn 3:2(-10,-7,6,12,6) Maruk - Heimel 3:2(-6,3,9,-9,5) Boldt - Scherb 3:1(6,9,-5,8) Peschke - Jung 3:0(7,8,6) Schäfer - Zimmermann 3:0(6,11,6) Reuter - Gerth 2:3(3,-3,9,-8,-9) Lammers - Kuhn 2:3(4,-3,3,-7,-9) Maruk - Scherb 3:2(12,-8,-7,12,9) Boldt - Heimel 0:3(-6,-7,-8) Peschke - Zimmermann 2:3(-10,-7,6,7,-10) Schäfer - Jung 3:0(7,5,5) Reuter - Kuhn 0:3(-9,-7,-10) Lammers - Gerth 2:3(-7,9,-4,8,-11) Maruk/Peschke - Scherb/Zimmermann 3:0(8,10,7)
NSC Watzenborn-Steinberg - SV Mittelbuchen 5:9 Mit etwa 40 Zuschauern war das Heimspiel gegen den Tabellenführer erwartungsgemäß gut besucht, doch durch den verletzungsbedingten Ausfall von Michael Weimer, der zuletzt in Doppel und Einzel so starken Watzenborner Nummer Fünf, wurde die Aufgabe gegen den Tabellenführer natürlich enorm schwierig. Dennoch war im Nachhinein mehr drin als das ohnehin knappe Endresultat vermuten lässt. Weimer, der sich an der Schlaghand zwei Finger gebrochen hat, wird dem NSC-Team für den Rest der Vorrunde nicht mehr zur Verfügung stehen. Gegen Mittelbuchen gab deshalb Thomas Domicke seinen Einstand in der ersten Mannschaft. Erwartungsgemäß unterlag er mit Partner Thomas Schmidt dem gegnerischen Spitzendoppel, nachdem Harnisch/Berg am Ende gücklich gewannen. Die Niederlage von Doppel Drei (Schmalz/Weber) war schon eine kleine Vorentscheidung zungunsten der Pohlheimer, die sich in dieser Paarung Chancen ausgerechnet hatten. Die NSC-Spitze zeigte jedoch, dass sie auf Oberliga-Spitzenniveau mithalten kann. Drei Einzel waren die Ausbeute, und der vierte mögliche Zähler durch Sascha Berg ging im fünften Satz mit 11:13 verloren. In der Mitte hatten Schmalz und Schmidt diesmal keine Siegchancen, auch wenn Schmidt sich im zweiten Einzel in den 5. Satz rettete, diesen aber haushoch verlor. Den letzten Punkt steuerte, er erlitt später die entscheidende Niederlage zum Endstand, Torsten Weber bei. Ersatzmann Thomas Domicke war gegen den alten Abwehrstrategen Kreuscher diesmal noch überfordert.
Stenogramm:
Harnisch/Berg - Bohländer/Bohländer 3:2(-7,9,-9,9,9) Schmidt/Domicke - Nowigk/Beller 0:3(-1,-5,-8) Schmalz/Weber - Kreuscher/Dalquen 1:3(-4,-9,9,-7) Harnisch - Nowigk 3:1(-8,9,6,7) Berg - Bohländer,O. 2:3(-8,9,8,-7,-11) Schmidt - Bohländer,F. 1:3(-5,-7,9,-6) Schmalz - Beller 1:3(-4,8,-6,-3) Weber - Dalquen 3:0(9,7,8) Domicke - Kreuscher 0:3(-8,-7,-3) Harnisch - Bohländer,O. 3:1(-6,4,8,6) Berg - Nowigk 3:1(7,8,-4,8) Schmidt - Beller 2:3(-9,9,-3,12,-2) Schmalz - Bohländer,F. 0:3(-6,-7,-6) Weber - Kreuscher 1:3(4,-12,-8,-6)
TTV Hydro Nordhausen - NSC Watzenborn-Steinberg 9:5 Ein Ergebnis, dass auch ein Beleg für die Ausgeglichenheit der Liga in dieser Saison ist, denn nach dem 5:9 am Vortag gegen den Tabellenführer verloren die Pohlheimer, die sich nun nach so erfolgreichem Saisonstart langsam in Richtung Abstiegsränge bewegen, gegen ein Team, das bisher nur zwei Zähler auf seinem Konto hatte. Die neu formierte Doppelaufstellung beim NSC führte im Gegensatz zum ersten Versuch am Vortag diesmal zu einer 2:1-Führung durch Harnisch/Berg und Schmalz/Weber. Sascha Berg musste den Ausgleich gegen den tschechischen Spitzenspieler der Thüringer, Skirgaila, zulassen. Im Anschluss lieferte Stefan Harnisch gegen den zweiten noch stärkeren und in der bisherigen Runde ungeschlagenen Tschechen Lokaj ein Riesenspiel ab, vergab am Ende vier Matchbälle und unterlag hauchdünn. Andi Schmalz konnte im Einzel am ganzen Wochenend nicht punkten, aber Mannschaftsführer Thomas Schmidt sorgte für den Anschlusszähler. Für den verletzten Michael Weimer hatte "NSC-Urgestein" Ingo Hofmann nach vielen Jahren ein Comebach in der ersten Mannschaft, doch etwas zählbares konnte er nicht beisteuern. So blieb es bei einer Demonstration von elegantesten Dopspins, genau nach Tischtennislehrbuch des Jahres 1974. Anschließend sorgten Torsten Weber und Sascha Berg noch einmal für den 5:5-Gleichstand. Nach Bergs zweiter Niederlage hatte Schmidt den erneuten Ausgleich für den NSC auf dem Schläger, vergab aber mit 15:17 im Entscheidungssatz. Damit war das Watzenborner Pulver verschossen, die letzten beiden Einzel gingen glatt mit 0:3 "um".
Stenogramm:
Skirgaila/Lokaj - Schmidt/Hofmann 3:0(10,5,10) Henning/Hagemeier - Harnisch/Berg 1:3(-6,-5,10,-5) Koch/Domnick - Schmalz/Weber 0:3(-6,-5,-5) Skirgaila - Berg 3:1(-5,6,10,7) Lokaj - Harnisch 3:2(4,-7,-10,3,10) Henning - Schmalz 3:0(6,9,12) Hagemeier - Schmidt 0:3(-7,-8,-9) Koch - Hofmann 3:0(5,9,6) Domnick - Weber 1:3(-10,-5,4,-9) Skirgaila - Harnisch 2:3(-8,4,-7,10,-6) Lokaj - Berg 3:0(7,8,8) Henning - Schmidt 3:2(5,8,-9,-4,15) Hagemeier - Schmalz 3:0(2,9,9) Koch - Weber 3:0(7,8,9)