Sieben Tischtennisspielerinnen und -spieler der TSF Heuchelheim waren am letzten Wochenende nach Sindelfingen in Baden-Württemberg gereist, um an den deutschen Meisterschaften im Behindertensport teilzunehmen. Die amtierende Para-Europameisterin Juliane Wolf bestätigte einmal mehr ihre herausragende Stellung und kehrte mit einem kompletten Medaillensatz zurück: einer Goldmedaille in ihrer Wettkampfklasse 8, einer Silbermedaille im Doppel an der Seite der Büßfelderin Marlene Reeg und einer Bronzemedaille in der sogenannten offenen Klasse, an der Spielerinnen aller Wettkampfklassen teilnehmen können.
Der ebenfalls international spielende gebürtige Iraner Sayed Amir Hossein Hosseini Pour konnte auch durch ein gutes Abschneiden glänzen. Er unterlag erst in einem hart umkämpften Endspiel seinem Gegner und wurde am Ende Vizemeister in seiner Wettkampfklasse 8.
Weitere Medaillen für die TSF kamen aus dem Rolli-Bereich. Dabei ist besonders das Ergebnis von Frieda Dietz hervorzuheben, die Bronze sowohl im Einzel als auch im Doppel erreichen konnte. „Unglaublich“, kommentiert die junge Heuchelheimerin ihren Erfolg, „meine ersten Medaillen bei deutschen Meisterschaften, und ich freue mich riesig.“ Auch Andreas Bernhardt schaffte den lang ersehnten Sprung aufs Podest. Er konnte erstmals in seiner Karriere eine Bronzemedaille bei deutschen Meisterschaften erringen. Nachdem er bisher oftmals knapp an den Medaillenrängen vorbeigeschrammt war, erreichte er nun die erhoffte Platzierung.
Ohne Medaille, aber mit einer guten Leistung schlossen die Rolli-Spieler Eliah Caputo und Annette Mag ihre ersten deutschen Meisterschaften ab. „Es war toll“, lautete trotzdem das Fazit von Annette Mag, die nur eine kurze Vorbereitungszeit auf die Meisterschaften hatte. In der Wettkampfklasse 11 für geistige Behinderung war schließlich Ferenc Römer am Start. Er bewies großen Kampfgeist und konnte am Ende zwei Sätze für sich verbuchen.
Landestrainer Fabian Lenke zeigte sich am Ende sehr zufrieden mit dem Abschneiden seiner Schützlinge bei diesen Titelkämpfen. „Sie haben durchweg gute Leistungen gezeigt, persönliche Ziele erreicht oder gar übertroffen.“ Insgesamt war Hessen mit einer rund 25-köpfigen Delegation inklusive Trainerstab bei den deutschen Meisterschaften vertreten.






