Die Vertreter der Verbandsliga-Vereine stellen Prognosen für die neue Saison : Das Wort „Klassenerhalt“ oder gar „Abstieg“ nimmt keiner der heimischen Vertreter, die wie im Vorjahr auch in der Tischtennis-Verbandsliga starten, in den Mund. Die TSF Heuchelheim, die die verkorkste Vorsaison vergessen lassen wollen, und der von Verletzungen immer noch gebeutelte TSV Allendorf/Lumda II wollen schnell viele Punkte sammeln. Im (vorderen) Mittelfeld landen wollen der TV Großen-Linden und der TTC Wißmar. Die Wißmarer formulieren für sich selbst ein „Mindestziel“. Die Aufsteiger TTG Margretenhaun-Künzell und TTC Lieblos werden es wohl schwer haben, die Klasse zu halten, darüber sind sich die heimischen Verbandsligisten einig. Ein Topfavorit wird für die als ausgeglichen prognostizierte neue Saison nicht genannt. Erneut wird es in der Verbandsliga, die in diesem Jahr als erste der Spielklassen über der Bezirksebene startet, zu einer großen Anzahl von Derbys kommen. Los geht es damit bereits am ersten Spieltag. Da treffen Großen-Linden und Wißmar sowie Großen-Linden und Heuchelheim aufeinander.

TSF Heuchelheim

Nach der verkorksten Saison 2025/26, in der man sich nur über die Relegation den Klassenerhalt hatte sichern können, geben sich die Heuchelheimer mehr als schmallippig: „Ziel ist, möglichst schnell genügend Punkte zu sammeln, um nicht – wie in der vorherigen Saison – erst in der Relegation die Klasse zu sichern. Der Kader ist stark genug, um das zu schaffen“, sagt Alexander Weiß. Die TSF werden in der Besetzung Maksim Nikolenko, Samuel Preuss, Michel Weiss und Tim Birkenhauer an den Start gehen. In der zweiten Mannschaft stehen mit Alexander Weiß, Fabian Lenke, Jannik Schaaf (Rückkehrer vom Post SV Gießen) und Neuzugang Christian Erb (früher Hessenliga bei der TG Langenselbold) gleich „vier erfahrene und verbandsligataugliche“ Ergänzungsspieler zur Verfügung. Für Weiß sind „der TTC Fulda-Maberzell und Allendorf – Voraussetzung allerdings in Bestbesetzung – kaum zu schlagen“. Weitere Prognosen verkneift sich Weiß, da „ansonsten die Klasse sehr ausgeglichen ist“.

Das Aufgebot: Maxym Nikolenko, Samuel Preuss, Michel Weiss, Tim Birkenhauer.

TV Großen-Linden

Erneut nur wenig Bewegung hat es beim TV Großen-Linden gegeben. Beruflich bedingt werden Roland Fritsch und Carsten Jung etwas kürzertreten, „aber wir haben ausreichend Leute, die spielen wollen und können“ (Carsten Jung). Alexander Roßbild ist auf dem Papier in die TV-Erste gerückt. Auf das Meldepapier bezogen könnte auch Allendorf/Lumda II vorn mitmischen. Einen bedenkenswerten Umstand nennt Jung allerdings kritisch: „Mitunter geht es uns Älteren in der Verbandsliga zu bissig und aggressiv zu. Da suchen wir etwas mehr Entspannung bei Seniorenveranstaltungen. Und genießen das Ganze dann umso mehr.“ Großartige Ambitionen hegen die Lindener also nicht.

Das Aufgebot: Andrius Preidzius, Philipp Horvath, Carsten Jung, Alexander Roßbild.

TTC Wißmar

Der TTC Wißmar geht in der bevorstehenden Runde in seine dritte Verbandsligasaison. Personell hat es keine Veränderungen gegeben, Jannik Bäumler ist also Ergänzungsspieler Nummer eins. Da aus der Hessenliga kein Absteiger in die Verbandsliga Mitte gekommen ist, „gibt es keinen klaren Favoriten, da es immer darauf ankommen wird, wie die Mannschaften auflaufen, die noch stärkere Spieler für bestimmte Spiele einsetzen können“, bleibt Noël Kreiling hier vage. Ambitionen schimmern allerdings doch durch, wenn „als Mindestziel ein Platz im Mittelfeld“ ausgegeben wird. Dabei sollte die Doppelstärke, die das Team in der vergangenen Saison ausgezeichnet hat, erneut positiv zu Buche schlagen. Zu den Abstiegskandidaten zählt Kreiling „wahrscheinlich die Aufsteiger, ausgenommen Langenselbold“. Außerdem freut man sich auf die gleichzeitigen Heimspiele mit der ersten TTC-Damenmannschaft, da dann besonders viele Zuschauer zu erwarten sind.

Das Aufgebot: Jakob Armbrüster, Luis Frettlöh, Noël Kreiling, Tim Neuhof.

TSV Allendorf/Lumda II

Felix Stallmach schätzt die Liga erneut als sehr ausgeglichen ein. Zum Kern der Mannschaft gehören Stallmach, Jonas Riedesel (zuvor Stadtallendorf/Bezirksoberliga vorn), Kevin Krendl und Mika Schlapp, dem nach Stabilisierung in der Rückrunde eine weitere Leistungssteigerung zugetraut wird. Daneben stehen mit Florian Müller, Lea Grohmann und Torsten Kirchherr Unterstützung zur Verfügung, die aber auch in der Hessenliga eingesetzt werden. Da man in der Vorsaison aufgrund einer starken Rückrunde und trotz einiger Verletzungen die Klasse nur knapp hat halten können, peilt man erneut „einen Platz im unteren Mittelfeld“ an. Hoffnung besteht, dass man den Klassenerhalt dieses Mal frühzeitig sichern kann. Aber Kevin Krendl wird voraussichtlich die Hinrunde verletzungsbedingt verpassen und auch die Verletzung von Stallmach ist noch nicht ausgeheilt, sodass aktuell noch unklar ist, wann er wieder mitspielen kann. Stallmach abschließend mit einer überraschenden Prognose: „Wißmar ist für mich Favorit für den Aufstieg.“ Als Abstiegskandidaten werden Großenlüder sowie die Aufsteiger Margretenhaun-Künzell und Lieblos gehandelt.

Das Aufgebot: Florian Müller, Torsten Kirchherr, Lea Grohmann, Manfred Krupenkow, Felix Stallmach.


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